Skyfold Classic

Skyfold Classic Trennwände Spezifikationen

TEIL 1 – ALLGEMEIN

1.1 Beinhaltete Arbeiten

1.1.1

Bereitstellung und Installation der automatisch vertikal zusammenfaltbaren Schallschutzwand/-wände, wie in den Architekturzeichnungen dargestellt. Sämtliche notwendige Materialien, Versiegelungen, Hebelmaschinerien, elektrische Steuerungen sind enthalten.

1.2 Arbeitspakete

(NICHT INBEGRIFFEN)

1.2.1

Der Hauptstahlträger für die Wand sowie die verschiedenen Stahlträger für die Hebelmaschinerie der automatisch vertikal zusammenklappbaren akustischen Wand – Abschnitt ____________.

1.2.2

Deckenablagefächer entlang der Achse der automatisch vertikal zusammenklappbaren Wand – Abschnitt ____________.

1.2.3

Schotten und Schalldämmung über, unter und in den Mauerwänden an beiden Enden der automatisch vertikal zusammenklappbaren Wand, gemäß ASTM E557 – Abschnitt ____________.

1.2.4

Sämtliche Seitenverkabelungen und Anschlüsse zum Hauptstrom, einschließlich Trennschalter an jeder Motoreinheit. Sämtliche Seitenverkabelungen und Anschlüsse zur Steuerung, einschließlich der Installation von Schlüsselschaltern – Abschnitt ____________.

1.3 Systembeschreibung

1.3.1

Definition

1.3.1.1

Die automatisch vertikal verfahrbare akustische Wand (von hier an bedienbare Wand genannt) bezieht sich speziell auf die akustischen Trennwände, die in ausgefahrener Position (also bei geschlossener Wand) harte, feste, flache, lotrechte Wände sind, die aus einem Gitter an rechteckigen Paneelen bestehen, und in hochgefahrener (offener) Position, nach oben (vertikal) und ohne Einsatz von manueller Arbeit zusammengefaltet, wie eine Ziehharmonika sind, die in einem Fach in der Decke verstaut wird, zwischen Dachbalken oder Schotten, welche bauchseitig vorhanden sind. In ausgefahrener (geschlossener) Position muss die Wand aus zwei vertikalen schalldämmenden Flächen mit akustischen Paneelen bestehen, die durch einen schalldämmenden Luftraum getrennt sind.

Die bedienbare Wand muss sich in einer Art, ähnlich der einer Ziehharmonika, öffnen und schließen, sodass alle Wandelemente zum exakt gleichen Zeitpunkt und im exakt gleichen Verhältnis (Geschwindigkeit und Winkel) auf- und zugefaltet werden.

Es gibt zwei Arten von Antriebssystemen für die bedienbare Wand:

Standard-Antriebssystem:

Die Motorantriebseinheit wird direkt über der Mittellinie der bedienbaren Wand montiert. Ein Stahlträger ist nur an einer Stelle erforderlich. Die minimale Wandlänge, ohne dass unser System geändert werden muss, beträgt 3430mm (11’-3”). Zur Verwendung von Wänden mit den folgenden Deckenhöhen:

Skyfold® Classic 51™11000mm (36’-0”)
Skyfold® Classic 55™11000mm (36’-0”)
Skyfold® Classic 60™8585mm (28’-2”)
Skyfold® Classic NRC™36’-0” (11000mm)

Mikro-Antriebssystem:

Die Motorantriebseinheit wird direkt über der Mittellinie der bedienbaren Wand montiert. Ein Stahlträger wird nur an einer Stelle benötigt. Die Größenbegrenzung für das System liegt maximal bei einer Länge von 10,975mm (36’-0”) x 2745mm (9’-0”) zur Deckenhöhe (oder weniger). Die minimale Wandlänge beträgt 3605mm (11’-10”).

1.3.1.2

Die bedienbare Wand wird beim Standardszenario unter Betätigung von zwei Druckschaltern, die in Reihe geschaltet und durch einen einzigen Drei-Positionen-Schlüsselschalter gesichert sind, gesteuert, geöffnet und geschlossen. Im optionalen Szenario wird die Wand durch zwei Touchscreen-Bedienstationen betätigt. Beim Standardszenario mit den zwei Druckschaltern bewirkt die Drehung des Schlüssels aus der „Aus“-Position, dass die Wand sich in die gewünschte Richtung „hoch“ oder „runter“ bewegt, sobald beide Druckschalter gleichzeitig betätigt werden. Beim optionalen Touchscreen-Szenario wird die Wand durch gleichzeitiges Drücken der entsprechenden Pfeilsymbole auf beiden Touchscreens in die gewünschte Richtung bewegt. Wird bei beiden Szenarios der Druck per Hand losgelassen, stoppt die Wand sofort. Die bedienbare Wand stoppt auf schnelle und positive Weise ohne Nachlauf. Als normaler Teil des Betriebs sollte es möglich sein, die Wand teilweise zu öffnen (oder zu schließen), sie zu stoppen und dann die Richtung zu wechseln. Es gibt zwei (2) Schalter pro bedienbare Wand, die sich an den gegenüberliegenden Seiten der Wand und an den gegenüberliegenden Enden der Wand, in Reihe geschaltet, befinden. Ein Schalter ist mit einer LED ausgerüstet, die auf bestimmte Weise blinkt, falls Fehler im elektrischen System auftreten. Beim optionalen Touchscreen-Szenario zeigen die Bildschirme einen Fehler an, falls ein solcher im elektrischen System auftreten sollte.

1.3.1.3

Von einer komplett offenen Position lässt sich die Wand ohne manuellen Eingriff öffnen und/oder schließen.

1.3.1.4

Wenn die bedienbare Wand heruntergelassen (geschlossen) wird, hält sie automatisch an, sobald sie die komplette untere (geschlossen) Position erreicht hat.

1.3.1.5

Wenn die bedienbare Wand hochgezogen (geöffnet) wird, hält sie automatisch an, sobald sie ihre komplette obere (geöffnete) Position erreicht hat.

1.3.1.6

Die bedienbare Wand muss automatisch und akustisch mit dem Boden versiegelt werden, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist. Die Bodendichtungen müssen eine Fuge zwischen dem Boden und der Unterseite der Akustikpaneele von nicht mehr als ungefähr 51mm (2″) freilassen.

1.3.1.7

Die bedienbare Wand muss sich automatisch und akustisch mit den beiden Endwänden versiegeln, ohne dass dabei manuelle Arbeit erforderlich ist. Die Endabdichtungen müssen so stehen, dass sie nicht mit den Endwänden in Berührung kommen, während sich die bedienbare Wand bewegt. Die Endabdichtungen müssen zwischen den Akustikpaneelen und den Endwänden eine Fuge von nicht mehr als ungefähr 25mm (1″) freilassen. Dichtungen, die an den Endwänden reiben oder bürsten, sind nicht akzeptabel. Sobald die Wand ihre komplette untere Position erreicht hat, werden die Endabdichtungen automatisch aktiviert. Der Schlüsselschalter muss während der Anbringung der Endabdichtungen nicht festgehalten werden.

1.3.1.8

Die bedienbare Wand muss sich automatisch und akustisch an der Decke versiegeln, ohne dass dabei manuelle Arbeit erforderlich ist. Die oberen Dichtungen müssen eine Fuge zwischen den oberen Akustikpaneelen und dem Deckenfach von nicht mehr als ungefähr 51mm (2″) freilassen.

1.3.1.9

Die bedienbare Wand muss sich mit einer konstanten Nenndrehzahl von ungefähr 1,5 bis 3 Metern pro Minute (5 bis 10 vertikalen Fuß pro Minute) öffnen und schließen.

1.3.1.10

Wenn die bedienbare Wand heruntergelassen (geschlossen) wird, stoppt sie, wenn die führende (untere) Kante in unmittelbaren Kontakt mit einem Objekt zwischen der Wand und dem Boden kommt. Die Wand wird dann automatisch ihre Richtung wechseln und ungefähr 3 Sekunden lang nach oben fahren, um das Objekt freizugeben. Der reguläre Betrieb der Wand kann wieder aufgenommen werden, sobald das Hindernis entfernt wurde.

1.3.1.11

Die bedienbare Wand muss sichtbar flach und fest in der unteren (geschlossenen) Position sein.

1.3.1.12

Es dürfen keine exponierten Scharniere, Klammern und Schrauben sichtbar sein, wenn die bedienbare Wand in der unteren (geschlossenen) Position ist.

1.3.1.13

Alle Paneelkanten müssen rechtwinklig sein, mit einem minimalen Radius von nicht mehr als 1,6mm (1/16″).

1.3.1.14

Alle Paneele müssen rechteckig sein, nominal dieselbe Größe haben, wenn nicht anders vom Architekten angefordert.

1.3.1.15

Die vertikalen und horizontalen Fugen zwischen den Paneelen dürfen nicht breiter als ungefähr 12,7mm (½”) sein.

1.3.1.16

Für bedienbare Wände mit Mikroantriebsystem wird die bedienbare Wand in der oberen (geöffneten) Position in einen Raum, der nicht breiter sein darf als 1750mm (69″), verstaut. Für bedienbare Wände mit Standardantriebsystem wird die bedienbare Wand in der oberen (geöffneten) Position in einen Raum, der nicht breiter sein darf als 1650mm (65″), verstaut. Die bedienbare Wand muss ein Stapelhöheverhältnis von 1:5 bis 1:10 haben, je nach Höhe der Wand.

1.3.1.17

Jedes akustische Paneel muss individuell mit nur einem Schraubenzieher entfernbar sein. Keine speziellen Werkzeuge oder Ausstattung darf notwendig sein. Die Entfernung eines einfachen akustischen Paneels darf keine angrenzenden Paneele oder andere akustischen Paneele beeinträchtigen, verschieben oder entfernen.

1.3.1.18

Die bedienbare Wand darf nicht mehr wiegen als die folgenden Gewichte:

Skyfold® Classic 51™~34.2 kg per m² (7.0 lbs per ft²)
Skyfold® Classic 55™~37.1 kg per m² (7.6 lbs per ft²)
Skyfold® Classic 60™~46.0 kg per m² (9.4 lbs per ft²)
Skyfold® Classic NRC™~36.6 kg per m² (7.5 lbs per ft²)

Die voranstehenden Gewichte beinhalten nicht den Antriebsmotor oder die architektonischen Oberflächen der akustischen Paneele und basieren auf einer Länge von 7315mm x einer Höhe von 4290mm (24’-0” x 14’-1”) einer bedienbaren Wand.

1.3.1.19

Eine vollständig funktionierende, bedienbare Wand, die in Übereinstimmung und gemäß ASTM E90 (ISO 140-3) getestet ist, sollte eine im Labor getestete Schallschutzklasse (STC) (Rw-Wert) von nicht weniger als den folgenden Werten erreichen:

Skyfold® Classic 51™:System STC 51 (Rw 51), Paneelkonstruktion STC 61 (Rw 60)
Skyfold® Classic 55™:System STC 55 (Rw 54), Paneelkonstruktion STC 61(Rw 60)
Skyfold® Classic 60™:System STC 60 (Rw 59), Paneelkonstruktion STC 66 (Rw 64)
Skyfold® Classic NRC™:System STC 50 (Rw 49), Paneelkonstruktion STC 60 (Rw 58)
1.3.1.20

Eine vollständig funktionierende bedienbare Wand, die in Übereinstimmung und gemäß ASTM C423 (ISO 354) getestet sein muss, erreicht im Labor einen Koeffizienten der Schallreduktion (NRC)** bis zu den folgenden Werten:

Skyfold® Classic NRC™ system:NRC 0.65 (SAC 0.65)

** nur verfügbar für das Skyfold® Classic NRC™-System.

1.3.1.21

Die bedienbare Wand muss eine Lebensdauer von mindestens 10.000 kompletten Öffnungs- und Schließzyklen haben.

1.4 Qualitätssicherung

1.4.1

Die hier spezifizierten Produkte entsprechen den Qualitätsstandards für bedienbare Wände auf der Basis von Skyfold® Classic™ Automatisch vertikal verfahrbare, akustische Trennwände von Skyfold Inc. in Baie d’Urfe (Montréal), Québec, Kanada:

Skyfold® Classic 51™:System STC 51 (Rw 51), Paneelkonstruktion STC 61 (Rw 60)
Skyfold® Classic 55™:System STC 55 (Rw 54), Paneelkonstruktion STC 61 (Rw 60)
Skyfold® Classic 60™:System STC 60 (Rw 59), Paneelkonstruktion STC 66 (Rw 64)
Skyfold® Classic NRC™:System STC 50 (Rw 49), Paneelkonstruktion STC 60 (Rw 58)
NRC up to 0.65 /SAC up to 0.65

Vorschläge zum Austausch von Produkten oder Techniken, die nicht diesen Spezifikationen entsprechen, müssen mindestens zehn (10) Tage vor Angebotsabgabe vorgelegt werden. Unabhängige Testberichte, die den hierin spezifizierten Anforderungen und dem Design entsprechen, müssen zur Genehmigung vorgelegt werden.

1.4.2

Alle hierin spezifizierten Arbeiten und Materialien dürfen nur von qualifizierten Vertretern und/oder Installateuren und/oder Vertriebshändlern des Herstellers, gemäß den schriftlichen Anweisungen des Herstellers durchgeführt werden.

1.4.3

Die bedienbare Wand muss von einer nach ISO-9001-2008 zertifizierten Firma oder einem äquivalenten Qualitätskontrollsystem hergestellt werden.

1.5 Referenzen

1.5.1

ASTM E90, Verfahren zur Messung des Schallübertragungsverlustes von Gebäudetrennwänden.

Anlage A1.15 Bedienbare (Faltbare oder Gleitende Wände)

Anlage A1.15.3 Betrieb – “Ein Muster darf nicht als bedienbare Wand bezeichnet werden, außer sie öffnet und schließt sich auf normale Weise. Sie muss sich mindestens fünfmal nach der Installation öffnen und schließen lassen und ohne weitere Anpassungen getestet werden.”

1.5.2

ASTM E413, Klassifizierung für die Bewertung der Schalldämmung.

1.5.3

ASTM E557, Standardpraxis für architektonische Anwendung und Dämmung von bedienbaren Trennwänden./p>

1.5.4

ISO 354, Messung der Schallabsorption

1.5.5

ISO 140-3, Messung der Luftschalldämmung

1.5.6

ASTM C423, Messung der Schallabsorption

1.6 Vorlagen

1.6.1

Vorlage der technischen Herstellerdaten für jede Art bedienbarer Wand, die hier spezifiziert ist.

1.6.2

Vorlage von Zeichnungen mit komplettem Layout des bedienbaren Wandsystems auf Basis der verifizierten Dimensionen. Die Zeichnungen müssen dimensionale Beziehungen zu angrenzenden Arbeiten beinhalten. Fügen Sie Details zu den Materialien, Oberflächen und Toleranzen ein sowie Anbindungsmethoden des Baustahls und der elektrische Anforderungen.

1.6.3

Vorlage zertifizierter Prüfberichte zum Nachweis der Einhaltung der akustischen STC (Rw)-Anforderungen nach Absatz 1.3.2.19 und in Übereinstimmung mit den Referenzen wie in den Absätzen 1.5.1 und 1.5.5 aufgeführt.

1.7 Standortbedingungen

1.7.1

Der Boden unter der bedienbaren Wand muss entlang der Achse zwischen +/- 6mm (1/4″) über die gesamte Länge der bedienbaren Wand flach sein. Es dürfen keine Wellen von +/- 6mm (1/4″) nicht näher beieinander liegen als 24″ (610 mm) und Wellen von +/- 3mm (1/8″) dürfen nicht näher beieinander liegen als 305mm (12″).

1.7.2

Der Trägerstahl über der bedienbaren Wand muss entlang der Achse parallel zum Boden verlaufen, zwischen +/-12.7 mm (½”) über die gesamte Länge der bedienbaren Wand. Dies schließt die Verbiegung durch Lasteinwirkung mit ein. Der Träger muss auch parallel zur Mittellinie der bedienbaren Wand zwischen +3mm (1/8”) von links nach rechts verlaufen.

1.7.3

Die festen Wände an beiden Enden der bedienbaren Wand müssen zwischen +6mm (1/4″)-0″ vom vertikalen Lot sein.

1.7.4

Die festen Wände an beiden Enden der bedienbaren Wand müssen bis +0″, -6mm (1/4″) flach sein.

1.8 Garantie

1.8.1

Basisgarantie: Die bedienbare Wand hat eine Garantie für Material- und Verarbeitungsmängel von zwei (2) Jahren oder fünftausend (5.000) Zyklen, was zuerst eintritt, ab dem Zeitpunkt der Lieferung. Erweiterte Teilegarantie (optional): Eine erweiterte Garantie für Ersatzteile (Touchscreen-Bedienstationen ausgeschlossen) ist zusätzlich zur Basisgarantie erhältlich. Sie beinhaltet eine Abdeckung aller Teile für zehn (10) Jahre oder fünftausend (5.000) Zyklen, was zuerst eintritt, ab dem Zeitpunkt der Lieferung. Beziehen Sie sich auf die Bedienungsanleitung für den vollständigen Überblick über die Details der Garantie.

1.8.2

Akustikleistung: Die bedienbare Wand sollte ihre akustischen Funktionen für 10 Jahre nach Zeitpunkt der Lieferung beibehalten, vorausgesetzt eine angemessene Wartung wurde bei der Trennwand durchgeführt.

1.8.3

Erforderliche Teile und Arbeiten zur Wartung der bedienbaren Wand und Teile, die der normalen Abnutzung unterliegen, sind von der Garantie ausgeschlossen und unterliegen der Verantwortung des Eigentümers. (Siehe Empfohlenes Wartungsprogramm des Herstellers).

TEIL 2 – PRODUKTE

2.1 Zulässige Hersteller

2.1.1

Skyfold® Classic™ Automatisch vertikal verfahrbare, akustische Trennwände, wie von Skyfold Inc. of Baie d’Urfe (Montréal), Québec, Kanada (514) 457-4767 hergestellt.

E-mail: skyfold@skyfold.com
Website: www.skyfold.com

Skyfold® Classic 51™:System STC 51 (Rw 51), Paneelkonstruktion STC 61 (Rw 60)
Skyfold® Classic 55™:System STC 55 (Rw 54), Paneelkonstruktion STC 61 (Rw 60)
Skyfold® Classic 60™:System STC 60 (Rw 59), Paneelkonstruktion STC 66 (Rw 64)
Skyfold® Classic NRC™:System STC 50 (Rw 49), Paneelkonstruktion STC 60 (Rw 58)
NRC up to 0.65 /SAC up to 0.65
2.1.2

Alternative Systeme können verwendet werden, wenn sie die Leistungskriterien in Teil 1 – Allgemein erfüllen oder übertreffen und, wenn sie gemäß den Vorschriften des Abschnitts 1.4.1. weiter oben genehmigt wurden.

2.2 Materialien

2.2.1

Akustische Paneele

2.2.1.1

Die akustischen Paneele sollen aus Stahl bestehen, welches kompatibel mit einer Vielzahl von architektonischen Oberflächen wie Lack, Vinyl, Stoff *-, Spezial-Metalle, Holzfurnier, usw. ist.

* Nur eine akustisch transparente Stoffoberfläche ist für Skyfold ® Classic NRC™ verfügbar.

2.2.1.2

Das akustische Paneel zusammen mit der Schalldämmung soll soweit wie möglich aus nicht-brennbaren oder feuerresistenten Materialien bestehen.

2.2.1.3

Die akustischen Paneele sollten so fest wie möglich hergestellt werden, um die strengen Kriterien zu erfüllen, wenn die bedienbare Wand in der unteren (geschlossenen) Position ist, und um sicherzustellen, dass es keine Störungen zwischen den Paneelen gibt, wenn die Wand in Bewegung ist.

2.2.1.4

Die akustischen Paneele sollen architektonisch flach sein, ohne Beugung, Krümmung, Welligkeit oder einer anderen Oberflächendeformierung oder Diskontinuität.

2.2.1.5

Die akustischen Paneele müssen die Oberfläche nach Wahl des Architekten haben, vorausgesetzt die Oberfläche wurde vom Hersteller der bedienbaren Wand genehmigt, um die Kompatibilität mit den Wandelementen sicherzustellen. Die folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Maximales Materialgewicht: 0.542 kg/m² (0.111 lbs/ft²)
  • Maximale Materialdicke: 3mm (1/8”)
  • Keine spröden Materialien.
  • Die Oberflächen werden auf die Paneele geschient und horizontal entlang der Paneellänge angebracht. Die Preis variiert je nach Wahl der Oberfläche.
2.2.1.6

Die akustischen Paneele müssen die folgenden STC-Werte in Übereinstimmung mit der ASTM E90 (ISO 140-3)-Spezifikation erfüllen und von einem unabhängigen Labor getestet werden.

Skyfold-Produkt Paneelkonstruktion Vollautomatisch verfahrbare Wand
Skyfold® Classic 51™61 STC (60 Rw)51 STC (51 Rw)
Skyfold® Classic 55™61 STC (60 Rw)55 STC (54 Rw)
Skyfold® Classic 60™66 STC (64 Rw)60 STC (59 Rw)
Skyfold® Classic NRC™60 STC (58 Rw)50 STC (49 Rw)
2.2.2

Faltmechanismus

2.2.2.1

Der Hänge-, Falt- und Erweiterungsmechanismus soll so weit wie möglich aus strukturellen hochwertigen Aluminium-Strangpressprofilen und strukturellen Formen bestehen, um das Gewicht des Systems zu minimieren.

2.2.2.2

Alle Oberflächen von Verschleißteilen, wie z. B. Buchsen, Abstandshalter, Stifte, Scheiben, Lagern, Hülsen müssen so entwickelt sein, dass sie leise und mit minimalem Verschleiß funktionieren und eine Lebensdauer von über 10.000 Zyklen der bedienbaren Wand haben.

2.2.2.3

Die Bügel, die den Hubmechanismus auf den Stahlträger befestigen, müssen aus Stahl hergestellt sein und verschweißt oder verschraubt werden, um den anderen gelieferten Stahl tragen zu können.

2.2.3

Motorantrieb

2.2.3.1

Der Motorantrieb ist so zu bemessen, dass er die Wand effektiv über ihre Lebensdauer von 10.000 Zyklen bei einer minimalen Geschwindigkeit, die in Punkt 1.3.2.8 spezifiziert ist, öffnen und schließen kann.

2.2.3.2

Der Faltmechanismus muss reibungslos, leise und so sicher wie möglich funktionieren. Soweit möglich sollen Kugellager anstelle von Buchsen und Abnutzungsoberflächen verwendet werden. Ketten- oder Zahnriemensysteme sind unter keinen Umständen akzeptabel.

2.2.3.3

Ein Drahtseilkabel muss an jedem Satz der Hebevorrichtungen vorhanden sein. Dieses Kabel muss ein 6 x 31 Kabel im Flugzeugbau und aus verzinktem Stahl hergestellt sein. Die Durchmesser der Kabel müssen so dimensioniert sein, dass sie alle in der Lage sind, das gesamte Gewicht der Wand mit dem geeigneten Sicherheitsfaktor zu tragen.

2.2.3.4

Das Kabel läuft über eine Jojo-Trommel mit 2 Sicherheitshüllen und mehreren Kabelschichten.

2.2.3.5

Der Leitungsschaft muss so bemessen sein, dass das erforderliche Drehmoment mit minimalem Ausschlag die Kabeltrommeln unterstützt und dreht.

2.2.3.6

Flanschlager sollen für den Antrieb verwendet werden, die unmittelbar auf beiden Seiten der Trommelanordnung angeordnet werden.

2.2.3.7

Der Motorantrieb muss so dimensioniert sein, dass eine ausreichende Menge an Drehmoment geliefert wird und die Wand während der gesamten Lebensdauer effektiv gehoben und gesenkt werden kann.

2.2.3.8

Der Motorantrieb muss den aktuellsten Industriestandards im Wärmeschutz, Überlastschutz sowie für flinke Sicherungen, usw. entsprechen, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems zu garantieren.

2.2.4

Sicherheitsausstattung

2.2.4.1

Die bedienbare Wand setzt eine elektromagnetische Bremse ein, die sich ohne Verzögerung aktivieren lässt und fest greift, sobald die Stromversorgung des Systems verloren geht. Diese Bremse hat eine minimale Verzögerungsmomentrate von 200% des Volllastdrehmoments des Leistungsantriebs. Das Antriebssystem muss einen manuellen Freilauf und einen Bremsentriegelungshebel haben.

2.2.4.2

Die bedienbare Wand setzt eine dynamische Bremse ein, gesondert und getrennt von der beschriebenen Bremse in Abschnitt 2.2.4.1, um die Wand mit einer kontrollierten Geschwindigkeit von nicht mehr als ungefähr 150% der normalen Geschwindigkeit im Falle eines katastrophalen Fehlers bei der Stromversorgung nach unten zu lassen. Alternativ kann die bedienbare Wand eine Bremse einsetzen, gesondert und separat von der in Abschnitt 2.2.4.1 beschriebenen Bremse, um die Abwärtsbewegung der Wand im Falle eines katastrophalen Fehlers bei der Stromversorgung vollständig zu stoppen.

2.2.4.3

Die bedienbare Wand setzt elektrische oder andere Endschalter ein, um die Wand am oberen oder unteren Grenzpunkt zu stoppen.

2.2.4.4

Die bedienbare Wand setzt einen Drehmoment-Detektor ein, um einen Stau im System zu erfassen und als Endschalter in der oberen Richtung zu fungieren, sollte der primäre Endschalter wie in Abschnitt 1.3.2.4 beschrieben, scheitern. Dieser Endschalter soll mechanisch sein und unter Verwendung des Drehmomentarms des Motors den Drehmoment erkennen.

2.2.4.5

Die gesamte Länge der unteren Wandkante ist mit einem fortlaufenden Drucksensorstreifen ausgestattet, der den Strom zum Motorantrieb unterbricht und die Bremse, die in Abschnitt 2.2.4.1 beschrieben ist, aktiviert, sobald die abtastende Kante in unmittelbaren Kontakt mit einem Objekt kommt, bevor die Wand in ihrer vollständigen unteren (geschlossenen) Position ist. Die Wand wir automatisch die Richtung ändern und für 3 Sekunden nach oben fahren, um das Hindernis freizugeben. Die Stromversorgung für den Motorantrieb bleibt solange unterbrochen, bis die Schalter freigegeben wurden. Der normale Betrieb der bedienbaren Wand kann wieder aufgenommen werden, sobald das Hindernis entfernt wurde.

2.2.5

Elektrik

2.2.5.1

Die bedienbare Wand ist mit einer dreiphasigen Stromversorgung zum elektrischen Schaltkasten ausgestattet.

2.2.5.2

Der standardmäßige Schaltkasten ist NEMA 1. NEMA 4 ist auf Anfrage ebenfalls erhältlich.

2.2.5.3

Niederspannungs-Verkabelung (bauseitig). 18 Kabelquerschnitte von den Schaltern zum Schaltkasten.

2.2.5.4

Schalter (standard): Zwei (2) in Reihe geschaltete Druckschalter, die durch einen einzigen Drei-Positionen-Schlüsselschalter gesteuert werden. Ein Schalter ist mit einer LED ausgerüstet, die auf bestimmte Weise blinkt, falls Fehler im elektrischen System auftreten. (Bauseitige Installation und Verdrahtung).

Touchscreen-Bedienstationen (optional): Zwei 4,3 Zoll resistive LCD-Touchscreens, die in Reihe geschaltet, über mehrsprachige Bedienweisen und einen individualisierbaren 4-Zeichen-PIN verfügen. Die Bildschirme zeigen Fehler im elektrischen System sofort an. (Bauseitige Verdrahtung)

2.3 Herstellung

2.3.1

Die Fabrik montiert alle Komponenten, Bauteile und Systeme in größtmögliche Baugruppen, um die Baugruppenmenge am Standort zu minimieren.

TEIL 3 – BAUAUSFÜHRUNG

3.1 Inspektion

3.1.1

Inspizieren Sie die relevanten Aspekte des Standortes wie z. B. die Ebenmäßigkeit des Bodens, die Wände, den Baustahl, usw. und stellen Sie sicher, dass diese innerhalb der Toleranzen liegen, die in Teil – 1 (Standortbedingungen) dieser Spezifikation beschrieben sind.

3.1.2

Informieren Sie den Generalunternehmer oder den Vertragsverantwortlichen schriftlich über etwaige Abweichungen von diesen Toleranzen. Fahren Sie nicht fort, bevor diese Bedingungen nicht überprüft und für gut geheißen wurden.

3.1.3

Führen Sie alle angemessenen Raummessungen vor der Herstellung der Komponenten oder Baugruppen durch.

3.2 Installation

3.2.1

Installieren Sie die bedienbaren Wände gemäß den gedruckten Anleitungen des Herstellers.

3.2.2

Der Lieferant der bedienbaren Wand darf das Produkt nicht liefern oder installieren, bis der Generalunternehmer schriftlich die sichere Aufbewahrung und den Schutz der Wand für die Dauer des Projektes garantieren kann.

3.3 Feinabstimmung und Reinigung

3.3.1

Passen Sie die bedienbaren Wände an und machen Sie eine Feinabstimmung, um sicherzustellen, dass alle Dichtungen funktionieren und ordnungsgemäß abdichten und dass die Wände korrekt und reibungslos betrieben werden können.

3.3.2

Säubern Sie jeglichen Schmutz, Öl, Ruß, usw., der auf den akustischen Paneelen zu finden sein kann. Halten Sie die Wand architektonisch rein.

3.4 Ersatzteile

3.4.1

Vergewissern Sie sich, dass der Hersteller genügend Ersatzteile für mögliche Reparaturen hat.